escape small

Über meinem alten Bett hängt seit einiger Zeit wieder eine Weltkarte. Als ich jünger war, habe ich die Länder, welche ich bereits besucht habe, darauf markiert und war so erpicht darauf, die anderen noch zu sehen.
An manchen Tagen erscheint unsere Welt so unglaublich groß, an anderen ist sie mir zu klein. Nicht, weil ich sie jetzt bereist habe, sondern weil sie zum Davonlaufen für jeden zu klein ist. Ein Raum.
Gerade nach Unglücken, nach Verlusten, beschäftige ich mich in der späten Abendstunde mit der Endlichkeit und der Bedeutung eines Menschenlebens für das Gefüge. Manchmal zieht sich meine Brust zusammen, der Atem stockt - physische Reaktionen auf die pessimistischen Antworten und die Angst vor dem, was jeden von uns passieren wird. Zu sterben.
Bis 14 habe ich mir eingeredet, ich kann in einer erdachten Welt alle Bücher lesen. Aber dann kamm die Schranke: Unendlich? In den folgenden Jahren ertappen mich diese Ideen in der Nacht. Panikattacken oder nur kurzes Herzrasen. Je nach Gesamtsituation.
Die optimistische Antwort auf diese Fragen ist immer die Idee, diese Welt ein Stück weit besser zu machen, wenn ich mit der Schule und Ausbildung fertig bin. Wahrheiten finden in einer korumpierbaren Gesellschaft, Kranken und Benachteiligten zu helfen, neue Hoffnungen ausbauen.
Die Planung dieser Projekte beruhigt ungemein.

2.4.11 18:45


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