escape small

Diese Woche gab es wieder eine geballte Ladung an Selbstaufgaben und ich bin zu einer Heldin geworden. Meine Mutter hat sich diese Woche aufgrund einer Ansammlung an Unannehmlichkeiten wieder ins Delirium getrunken - zwei Mal. Ich musste handeln, weil mich die Vorstellung, meine kleine Schwester und sie in vier Monaten in diesem Zustand zurückzulassen, krank gemacht hat. Ich habe am Abend viel geweint und nachgedacht. Darüber, dass man nie sagen kann, was morgen passiert und über meinen Vater. Er war seit ich neun Jahre alt war, nie wirklich da. Er hat uns finanziell unterstützt, meine Mutter terrorisiert und wenn er sich mal eingemischt hat, dann hieß es "Alkoholproblem" und "Jugendamt". Alles dramatisch. Alles für ihn ungeheur einfach.
Mein Vater ist kein wirklich starker Mann; durch seine Position in seinem Beruf hat er sich Macht verschafft - und Geld. Aber stark war er nicht. Meine Schwester ist 16 Jahre alt, ein wenig unreif. Ich wollte, dass mein Vater eine provosorische Instanz für sie ist, Wenn nicht als Vater, dann als Freund. Er soll zu ihr dürfen, wenn sie es zuhause nicht aushält. Unter Tränen habe ich dann mit meinem Vater gesprochen. Über das Lügen und über eine Aufgabe. Er hat mir am nächsten Tag eine Adresse geschickt - Eine profesionelle Hilfe?Ich weiß nicht, ob meine Gespräche mit meiner Mutter, in denen ich ihr meine Sorgen um diese "Sache" erläutere, helfen und sie sich dann zusammenreißt. Mir war der große Schatten wichtig, den ich durch das Telefonat mit meinem Vater übersprungen habe. Sowohl er als auch sie drängen sich oft genug in die Rolle der Ungeliebten. Aber ich versuche es in Zukunft mit Ehrlichkeit. Und vorerst ohne den Psychologen.

P.S. Du bist mir was wert. Du bist ein Schatz, den ich in meinem Herzen vergraben habe und jedes Mal, wenn alle anderen mit sich beschäftigt sind, heraushebe und mir die Schönheit an Erinnerungen und Gesprächen noch einmal vor Augen führe. Es tut gut zu wissen, dass Du da bist. Vielleicht nehme ich Dich zur Zeit für zu selbstverständlich. Das tut mir Leid.

 

8.4.11 16:31


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